"Innerer Mann"

04.04.2015

 

Menschen, die zusammen mit mir auf dem Seelentransformationsweg sind werden früher oder später durch die Engel auf die Defizite ihres Inneren Mannes und/oder ihrer Inneren Frau aufmerksam gemacht. Der Begriff des Inneren Kindes ist heute vielen Menschen vertraut. Sich alle seelisch-weiblichen Aspekte wesenhaft als Innere Frau vorzustellen und die seelisch-männlichen Aspekte zusammengefasst als Inneren Mann wahrzunehmen, ist weniger verbreitet.


Da ich mich schon einige Zeit im Transformationsprozess befinde mit noch ungelösten Themen meines Inneren Mannes, möchte ich zum Thema „Innerer Mann“ schreiben.

Hin stehen“, „mich zeigen“, „mich für meine Belange einsetzen und mich nach aussen durchsetzen“ löst in mir immer wieder Widerstand aus. „Muss ich mich jetzt wirklich an den öffentlichen Anlässen vor fremde Menschen hinstellen, die noch keinen Begriff von meiner Arbeit haben und sich Engelsarbeit nur sanft und lichtvoll vorstellen?“

Der Innere Mann in uns möchte sich in der Aussenwelt zeigen können, sich behaupten und sich in seiner Kraft beweisen können. Ein gesunder Innerer Mann ist in der Lage, für sich, seine Visionen und Ziele einzustehen und Verantwortung zu tragen.


Angenommen Erfolg fliegt uns in allen Lebensbereich zu. In diesem Falle sind die Defizite des Inneren Mannes nicht von Belang. Da aber, wo wir mit unseren Projekten immer wieder ins Straucheln kommen, nichts so richtig auf den Boden bringen (egal in welchem Lebensbereich), von Unsicherheiten bezüglich unserer Person bestimmt sind und nur mit Mühe zu uns selbst stehen können, kann es wichtig sein, sich die Situation des Inneren Mannes genauer anzusehen.


Nicht nur das Innere Kind, auch der Innere Mann in uns, will geliebt sein und zwar für seine Taten. Für das, was er leistet, für das, was er hier auf Erden manifestiert, will er Anerkennung. Anerkannt sein für seine Taten, für sein Wirken ist für ihn gleichbedeutend mit „geliebt sein“.


Wo wir das Gefühl haben „ich habe zu wenig Anerkennung bekommen“ oder „ich werde zu wenig anerkannt für das, was ich leiste“, sind wir in Kontakt mit einer zentralen Wunde des Inneren Mannes.
Wenn wir davon ausgehen, schon viele Leben als Frau und auch als Mann hier auf der Erde verbracht zu haben, ist der Gedanke naheliegend, dass wir viele Verletzungen im Unbewussten mit uns herumtragen, die in unserem Inneren Mann und in unserer Inneren Frau gespeichert sind.


Typische Verletzungen des Inneren Mannes, die aus früheren Leben schwächend hereinragen:

Es ist mir als Mann nicht gelungen, die eigene Familie zu schützen; die Familienmitglieder wurden vor meinen Augen getötet und ich musste hilflos dabei zusehen.


Ich konnte als Mann in früheren Leben nicht für die Familie sorgen; sie hat vor meinen Augen Hunger gelitten und alle meine Lieben sind gestorben.


Es ist mir nicht gelungen mich oder/und meine Familie würdig nach aussen zu vertreten. Ich wurde z.B. in der Öffentlichkeit lächerlich gemacht, verhöhnt, entmachtet etc.


Eine absolut tiefgreifende Kränkung des Inneren Mannes ist die Kastration. In der Auflösung dieses Traumas begegnet uns häufig tiefe Scham und sehr grosse Angst.


Das ist nur eine kleine Auswahl von alten Verletzungen, die unbewusst im Inneren Mann gespeichert sind und die die Wunde des Inneren Mannes ausmachen.


Diese Erlebnisse, wie sie oben beschrieben sind, waren für den Inneren Mann ein grosser Schock und führten zu Brüchen in seiner Männlichkeit. Diese sind noch heute in seinem Seelenkleid zu finden und haben ein gebrochenes Vertrauen in die eigene Manneskraft zur Folge.


Dass diese Wunden angegangen werden und nach Heilung dafür gesucht wird, ist vor allem für Männer wichtig. Es kommen viele Männer in die Sitzungen, die in ihrer Identifikation als Mann wackelig daherkommen. Um sich ein neues Selbstverständnis als Mann zu erarbeiten, kann es wichtig sein diese alten Wunden zu heilen.


Aber auch als Frau sind wir froh, einen gesunden Inneren Mann zur Verfügung zu haben, der uns hilft in der Arbeit und in der Gesellschaft unseren „Mann stehen zu können“ und unser Leben im Aussen im Griff zu haben.


Wenn wir uns mit der Heilung des Inneren Mannes beschäftigen, werden wir früher oder später an alte Leben herangeführt, in denen wir als Mann Gewalt in unterschiedlichster Form gelebt und erlebt haben. Da gilt es, Versöhnungsarbeit zu leisten. „Ich nehme meinen Inneren Mann an mein Herz und verzeihe ihm die schreckliche Gewalt, die er in früheren Leben anderen Menschen zuteil hat werden lassen. Ebenso verzeihe ich all denen, dir mir in den verschiedenen Leben Gewalt zugefügt haben.“


Es fällt schwer, mit dem Finger auf gewalttätige Männer zu zeigen, wenn man in der eigenen Seelentiefe alte Leben entdeckt hat, in denen man sich selbst als gewalttätigen Mann gesehen hat.
Wie wir wissen ist die tiefgreifende Heilung des Inneren Kindes das Zentrum und das Ziel der inneren Heilung, die wir auf dem Seelentransformationsweg anstreben. Doch damit unser Inneres Kind in seine Ganzheit und Selbstliebe zurückfinden kann, ist die Versöhnung mit dem Inneren Vater unabdingbar. Was, wenn der Innere Mann ein Schlappschwanz ist, der vor lauter Schuldgefühlen und Ängsten nicht seinen Mann stehen kann? Kann dieser Innere Mann ein Vater sein, auf den sich das Innere Kind verlassen kann? Kann ein schwächlicher Vater dem Inneren Kind die Sicherheit geben, nachdem es sich so sehr sehnt? Wohl kaum. Also ist es, schon dem Inneren Kind zuliebe, wichtig, dem Inneren Mann Heilung zukommen zu lassen.


Für die Fortgeschrittenen unter uns (SeeTra/Taom) ist es mit Hilfe von Channeling leicht möglich, einen Kontakt zur Wesenhaftigkeit des Inneren Mannes zu erhalten. Auf diesem Weg können wir anfänglich erkennen, wie es unserem Inneren Mann geht. Wenn wir es zulassen, wird er uns von seiner Traurigkeit erzählen, die er hat, weil er sein Leben nicht aus seiner ganzen Kraft heraus leben kann.
Für die „Klopf-Freunde“ unter uns habe ich einen Klopfvorschlag. Um das Thema „Innerer Mann“ als Transformationsprozess einzuleiten, kann dieser allgemeine Klopfvorschlag eine Hilfe sein (auch für uns Frauen). Aber natürlich müssen die vielen differenzierten Aspekte zum Thema „Innerer Mann“ individuell angegangen werden.


Versuche wahrzunehmen, welche Gefühle, Gedanken und Körperempfindungen gegenüber diesen Sätzen in dir auftauchen und klopfe auch diese Inhalte.
HK (Handkante): Auch wenn ich noch keinen Bezug zu meinem Inneren Mann habe, liebe ich mich so wie ich bin. 3x
AI: (Auge innen): Mein Innerer Mann ist traurig.
AA: Mein Innerer Mann hat viel Schweres gesehen hier auf der Erde.
Er fühlt sich häufig überfordert mit den Aufgaben, die das Leben ihm stellt. UA: Mein Innerer Mann sehnt sich nach Liebe und Anerkennung.
UN: „Ich fühle mich als Innerer Mann zu wenig geliebt; ich habe schon als Kind zu wenig Anerkennung bekommen.“
KF : Ich würde mich so gerne durch die Welt bestätigt und anerkannt fühlen. Die Bestätigung und Anerkennung fehlt mir wirklich und das macht mich traurig.
SB : Wo seid ihr Eltern, wo bist du Vater, der du zu mir sagst „Wunderbar, das hast du super gemacht, Kind! Ich bin stolz auf dich!“?
UA : Ich habe wirklich als Kind zu wenig Bestätigung bekommen und das macht mich traurig.
UB : Mir fehlt es an Mut und Kraft mich hinzustellen und zu kämpfen. Ich bin einfach müde hier auf Erden immer kämpfen zu müssen. Ich mag nicht mehr.
HG : Und jetzt stelle ich mich hin und stehe trotz der Müdigkeit zu mir.
K: Was will ich eigentlich? Wer will ich eigentlich sein? Was will ich hier auf der Erde manifestieren?
Neue Runde:
HK: Auch wenn ich nicht genau weiss, was ich hier manifestieren will, liebe ich mich so wie ich bin. 3x
AI: Ich würde so gerne wissen, was ich wirklich will.
AA: Ich würde so gerne manifestieren können, was ich wirklich will.
UA: Aber das ist mir bis jetzt noch nicht in allen Lebensbereichen gelungen.
UN: Es wäre so schön, mich selbst, in meinen tiefsten Anliegen, hier auf der Erde zu manifestieren.
KF: Aber dazu muss ich zuerst meine tiefsten Anliegen kennenlernen.
SB: Das ist viel Arbeit! Ich schaff das nie!
UA: Zuerst einmal darf ich loslassen. Jetzt darf ich sein. Ich bin ja nicht allein; meine geistige Führung wird mir helfen.
HG: Jetzt stehe ich auf! Ich hole mir, was mir zusteht! Es ist doch egal, was die anderen denken!
K: Jetzt will ich mich leben, in all meinen Belangen!
Nächste Rund und dabei den eigenen Inspirationen folgen.


Wie immer gilt: wahrnehmen wie die körperliche und die emotionale Ebene reagieren gegenüber den Sätzen. Sich auf den Prozess einlassen, dankbar entgegen nehmen, was aus dem Inneren auftaucht und ….dann wieder loslassen 

 

Mit herzlichen Grüssen
Anita