Verantwortung für den eigenen Schatten übernehmen

12.12.2014

 

Ob in Umbruchsituationen, Krisen oder in längeren Transformationsphasen, ich danke Euch von Herzen, dass Ihr mit mir zusammen auf dem Weg seid!
Mir ist bewusst, dass meine Arbeit einzelne Menschen immer wieder herausfordert. Danke, dass Ihr die Herausforderungen annehmt!


Mir bereitet jede Sitzung und jedes Seminar Freude und ich fühle mich reich beschenk durch die Begegnungen und die Arbeit mit Euch!


Thema zur aktuellenZeit:

 

Die Verantwortung für den Schatten übernehmen
Ich möchte das Bild einer Welt zeichnen, in der wir auf einer Rutschbahn herunter sausen und niemand weiss, wohin das Ganze führt.

Alles um uns herum rutscht herunter, alles gleitet uns aus der Hand und wir fallen und fallen und fallen. Manche lachen dabei und verhalten sich so, als wäre es das Normalste der Welt so zu rutschen, andere bauen sich Illusionen auf und verfangen sich in ihren Gespinsten, um nicht mitbekommen zu müssen, was wirklich geschieht.


Mir liegt es fern, eine Weltuntergangsstimmungsstimmung zu zeichnen, denn die Welt ist nicht dabei unterzugehen. Ich glaube aber, dass manche Menschen sich so fühlen, als ob sie in die Dunkelheit rutschen und den Halt verlieren.


Auf der seelischen Ebene nimmt die innere Haltlosigkeit der Menschen zu.
Viele von uns sind konfrontiert mit ihrer Einsamkeit; sie fühlen sich ungeliebt, unverstanden und nicht wahrgenommen.


Die Engel liegen mir immer wieder im Ohr mit der Aufforderung, wir Menschen sollen uns ernsthaft an unser Herz „anbinden“.
„ES IST SO WICHTIG, SICH INNERLICH AN DAS EIGENE HERZ ANZUBINDEN.
Es mag heute noch nicht als dringend empfunden werden, weil vieles im eigenen Leben scheinbar noch gut zu greifen ist. Aber besinnt Euch auf den folgenden Gedanken: Die Zukunft bringt Herausforderungen in Euer Leben. Bereitet Euch heute schon darauf vor. Die Dynamik wird intensiver und intensiver und manches kann auf Euch zukommen, dass Euch den Boden unter den Füssen wegziehen will. Je mehr Ihr eine bewusste Verankerung in Euch und in Eurem Herzen aufgebaut habt, umso weniger können Euch die Stürme des Lebens entwurzeln!
Der Halt im Aussen wird weniger und weniger, der Halt im Inneren muss, darf und kann im eigenen Herzen aufgebaut werden.


Es gibt viele Engel, die einwirken in dieser Zeit des Umbruchs. Egal wie viele Engel mittragen und euch unterstützen, Eure kollektive Aufgabe in euer Herz hinein zu wachsen, müsst Ihr bewältigen. Auch mit der Hilfe von uns Engeln ist diese Aufgabe noch gross genug.
Das sind meine Worte ihr lieben Erdenkinder. Wer sie in sein Herz nehmen möchte sei gesegnet. Ich danke euch für eure offenen Herzensohren, Erzengel Michael“


Dass in der aktuellen Zeit intensive Energien wirken ist deutlich wahrzunehmen. Ob die Dynamik noch mehr zunimmt, wie der Engel behauptet, weiss ich nicht.
Ich vermute, dass er uns mit seinen eindringlichen Worten aufrütteln will, die Arbeit am eigenen Herzen ernst zu nehmen.


Ich erlaube mir auf den Schatten der heutigen Gesellschaft hinzuweisen. Nicht nur jeder einzelne von uns hat mit seinem Schatten zu kämpfen, wir als menschliche Gemeinschaft haben einen grossen, unbewältigten Schatten. Ein Schatten, der in einer uralten Vergangenheit wurzelt, der im Hier und Jetzt Auswüchse zeigt und der in irgendeiner Weise auch unsere Zukunft mitbestimmen wird.


Mir ist bewusst, dass wir alle „auf dem Weg“ sind, dass wir alle so gut wir können unser Bestes geben und dass wir alle viel Licht manifestieren.


Wenn wir den Blick aber einmal nur auf unseren Schatten wenden, wird deutlich, dass wir als ganze Gemeinschaft nicht w i r k l i c h bereit sind hinzuschauen. Es findet immer wieder ein „Vernebeln“ statt. Wir lassen unser Bewusstsein vernebeln und suchen Vernebelung.
Wir wollen auch nicht wirklich aufwachen. Wir „träumen“ uns durch das Leben und hoffen, dass sich alles zum Guten wendet.

 

Es geht wirklich darum aufzuwachen. Und dieses Aufwachen wird so gerne auf die Seite geschoben. Am liebsten würden wir noch in sanften Träumen weiter schlafen. Aber das geht leider wirklich nicht mehr. Und so werden die „Brocken“, die auf unsere Köpfe schlagen immer härter und schockieren uns zuweilen sehr.


Einzelne von uns bringen unterschiedliche Aspekte dieses gesellschaftlichen Schattens zum Ausdruck.


Ein Aspekt der durchaus kraftvoll von manchen gelebt wird: so tun als wäre alles in bester Ordnung, obwohl vieles zum Himmel stinkt. „Es ist doch alles gut; das kommt schon gut.“ Unter keinen Umständen spüren, was wirklich ist und die Erkenntnis zulassen, dass wir uns auf der Herzebene verloren haben!


Ein anderer Aspekt ist das „immer alles schwarz sehen“: „Ich habe immer gesagt, das kommt nicht gut! Und was da oder dort auf der Welt geschieht, es ist einfach zum Kotzen!“ Nun ja, es ist tatsächlich vieles zum Kotzen.


Was uns aber selten bis nie gelingt, ist, uns nicht nur als Teil eines Ganzen zu sehen, sondern im eigenen Innern für das Ganze die Verantwortung mitzutragen. Zu sagen: „Das, was da auf der Welt läuft ist zum Kotzen, aber es ist nur ein Spiegel dessen, was in meinem eigenen Inneren zum Kotzen ist.“


Wir haben es als Kollektiv und als Einzelner noch nicht geschafft, uns hinzustellen und uns in unserem Herzen und in unserem Sein mitverantwortlich zu fühlen für all das Übel, das hier auf Erden geschieht.


In der Aufarbeitung meiner eigenen Vergangenheit und auch in der therapeutischen Begleitung von Menschen, die mit mir in die Tiefe arbeiten, kamen und kommen mir viele Täterleben entgegen. Es fällt mir nicht schwer die Behauptung aufzustellen: wir alle haben wirklich viel Dreck am Stecken! Die Dinge, die wir schrecklich finden hier auf Erden, haben wir selbst auch immer und immer wieder zelebriert in früheren Leben. Schwarzmagie, Folterungen, Missbrauch, Kriege u.v.m.


Viele von uns sind über diese Dinge herausgewachsen und würden so etwas nie wieder tun. Aber in unserem Inneren haben wir uns mit unseren schrecklichen Taten, die oft weit zurückliegen, noch nicht auseinandergesetzt, geschweige denn uns damit versöhnt.


Als Erstes ist es wichtig, sich selber als Teil des grossen Ganzen zu sehen. Und als grosses Ganzes sind wir auf einem Weg der inneren Befreiung. Zwar kommt uns häufig das Gegenteil entgegen: vieles scheint im argen zu sein, Krankheiten und psychische Haltlosigkeit nehmen zu. Und doch ist das unser Weg! Wir begegnen ungewollt unserem eigenen Schatten in jeder Krankheit und in jeder psychischen Überlastung.


Der Schatten lässt sich nicht wegdiskutieren, er ist da. Ebenso wie der gesellschaftliche Schatten sich unserer Wahrnehmung aufdrängt, drängt der eigene persönliche Schatten an die Oberfläche.


Was sage ich Menschen, die damit überfordert sind? „Habe Vertrauen, entspanne dich und warte ab; es kommt in jedem Fall gut.“??? Nein! Viel eher: „Wach auf! Hab Mut! Schau nach innen, erkenne und übernimm Verantwortung!“