Transformation und Herz

02.02.2016

 

Es geht in dieser Zeit um eine vertiefte Transformation des eigenen Wesens. Viele Menschen suchen immer noch im Aussen und machen dabei die Erfahrung des „Nicht-mehr-Weiterkommens“. Das ist sehr frustrierend und entmutigend. Bei manchen macht sich Hoffnungslosigkeit und Resignation breit. „Es ist genug, es reicht jetzt, was noch alles?!“.
Viele Menschen suchen Licht und Freude und sind enttäuscht, dass davon im Moment wenig zu finden ist. Die Spannungen sind gross im Moment; die Auseinandersetzungen im Inneren und im Aussen riesig.

Die Energie „es reisst mich manchmal auseinander und ich fühle mich entfremdet“ fordert uns immer wieder heraus, uns zu suchen und zu finden.


Es wird nichts mehr auf dem Serviertablett serviert, das uns nährt und glücklich macht. ES MUSS ERRUNGEN WERDEN. Das ist für viele Menschen spürbar im Moment.


Im Betrachten dieser aktuell herausfordernden Energien geht es vor allem darum, innerlich gelassen zu bleiben. Es ist ein Durchgang. Zwar ein grosser und beileibe nicht ein einfacher Durchgang, aber er hilft uns herauszufinden, wer wir sind und was wir wirklich wollen.


Als Bild passt eine karge Felslandschaft, die wir hochsteigen müssen.


Ob wir genötigt sind, uns mit unserer Gesundheit auseinanderzusetzen, ob wir beruflich immer wieder an unsere Grenzen kommen oder unseren Lebensgefährten immer noch nicht gefunden haben, wir fühlen uns dabei häufig, als würden wir in der Luft hängen; wir sind auf uns selbst zurückgeworfen.
Wenn wir versuchen das Licht zu finden, dann geht das fast nur über unser Inneres. Das Äussere gibt wenig her und lässt uns oftmals enttäuscht zurück.


Manche Menschen beschäftigt es in der Tiefe ihrer Seele: wie kann ich in dieser Welt mein Herz öffnen? Unser Herz, das so oft verletzt wurde, möchte sich gerne öffnen können, es hat aber grosse Angst wieder verletzt zu werden. Es gibt Menschen, die beim Versuch ihr Herz zu öffnen immer wieder enttäuscht werden und sich deswegen innerlich zurückziehen.


„Wir Engel möchten euch anregen immer wieder aufs Neue den Mut zu fassen, euer Herz leuchten zu lassen. Lasst die Enttäuschungen und die Ängste los und öffnet euer Herz freudvoll für die vielen Möglichkeiten, euch selbst zu verwirklichen!“


Es ist vieles gut und es gibt viel Gutes auf der Welt. Es geht darum, diesem Guten Raum zu geben, indem wir es wahrnehmen und wertschätzen. Die kleinen Dinge mögen im Moment oft am wertvollsten sein. Ein Lächeln da, ein offenes Herz dort, ein liebes Wort von einer Freundin… Lasst uns Ausschau halten nach den vielen kleinen Dingen, die gut sind. Es ist vieles nicht mehr selbstverständlich, manches ist in Frage gestellt, darum sind die kleinen Dinge in unserem Leben, die scheinbar selbstverständlich funktionieren, so wertvoll. Lasst sie uns bewusst wahrnehmen.


Mag die Landschaft, durch die wir wandern, im Moment noch so karg scheinen: ein Blümchen, ein Pflänzchen, eine schön geformte Wolke am Himmel, der Gesang eines Vogels, etwas Schönes, dem wir unsere Aufmerksamkeit schenken können, findet sich in der kargsten Landschaft.


Das Schönste, das Wertvollste, das wir als Menschen zur Verfügung haben, ist in unseren Herzen zu finden. Es ist unser geöffnetes Herz, das uns Wärme und Zugehörigkeit zur Welt schenkt. Unsere Herzkraft versteht es immer wieder aufs Neue, uns die Schönheit von Mutter Erde erlebbar zu machen.
Die Hektik, die Überforderung der heutigen Zeit und das „zu viel“ an Eindrücken machen es uns manchmal schwer unser Herz zu öffnen und eine Herzverbindung zur Welt zuzulassen. Doch immer wieder können wir Momente der Herzöffnung bewusst aufsuchen. Indem wir innerlich alles wegschieben und uns meditativ mit der Tanne vor unserem Haus verbinden, lassen wir zu, dass das lichtvolle Wesen des Baumes unser Herz erreicht. Oder wir pflegen in unserer Partnerschaft bewusst Herzumarmungen.


In ähnlicher Art können wir uns vielfältige Momente der Herzverbindung mit der Welt schenken.
Wer das Bedürfnis hat, mit seinem Herzen vermehrt in Kontakt zu treten, kann ein Herztagebuch führen. Dazu genügt es, sich am Abend während fünf Minuten drei Fragen zu stellen und sie im Tagebuch zu beantworten: „Wie ist es meinem Herzen heute ergangen?“ „Wonach sehnt sich mein Herz im Moment am meisten?“ und „Kann ich Dinge in meinem Leben und Alltag verändern, damit mein Herz glücklicher wird?“

 

Herzliche Grüsse

Anita