Dein Leben auf den "Boden" bringen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 „Sich bewusst mit der Erde zu verbinden“ wird in der heutigen Zeit für viele Menschen immer wichtiger.

 

Wenn uns bewusst wird, dass wir Unterstützung in unserem Leben benötigen, kann es eine Hilfe sein, sich innerlich für die Liebe von Mutter Erde zu öffnen. Mutter Erde trägt uns und gewährt uns treu ihre energetische Unterstützung. Indem wir ihre Hilfe in Anspruch nehmen und uns tief mit ihr verbinden, machen wir die Erfahrung, heilsamen Boden „unter den Füssen“ zu haben - für alle Belange des Lebens.

 

Solange wir hier auf der Erde sind, möchten wir unsere Anliegen und Projekte realisieren und „auf den Boden“ bringen. Es nützt uns nichts, wenn die Dinge im luftleeren Raum schweben und sich nicht auf der Erde manifestieren und verankern.

Wir wollen uns selbst mit der Erde verbinden und das, was wir uns als Aufgabe vorgenommen haben, verwirklichen, sonst hätten wir uns nicht inkarniert. Trotz diesem inneren Anliegen haben manche von uns Widerstände, ganz auf der Erde anzukommen.

Gerade spirituell offene Menschen kennen das Problem, sich immer wieder aufs Neue um die eigene Erdung bemühen zu müssen.

 

Doch je öfter wir uns innerlich vertrauensvoll Mutter Erde überlassen, umso mehr dürfen wir die Erfahrung machen, dass Mutter Erde uns liebt und trägt.

 

Viele von uns haben eine unbewusste Angst, sich ganz auf die Erde einzulassen und vollständig anzukommen. Es sind nicht nur Träumer oder weltfremde und abgehobene Menschen, die unbewusst einen Teil ihrer Seele vor der Berührung mit dem Irdischen verschliessen. In meiner Praxis begegne ich immer wieder Menschen, die einen geerdeten Eindruck machen, aber in ihren tieferen Seelenschichten keine vollständige Erdverbindung zulassen wollen.

 

Ich selbst kenne dieses Problem sehr gut. Alte Traumata aus früheren Leben haben in mir die Angst davor erzeugt, mich in diesem Leben mit anderen Menschen und mit der Welt zu verbinden. Unbewusst habe ich einen Kontakt und die Verbindung zu Mutter Erde abgelehnt. Um mich vor erneuten Verletzungen zu schützen, habe ich versucht, bildlich gesprochen, auf Zehenspitzen durch das Leben zu gehen.

 

Diese Haltung vermag uns eine Zeitlang das Gefühl von Schutz zu suggerieren, doch leider lehnen wir auf diesem Weg auch die unterstützenden, positiven Kräfte von Mutter Erde ab.

Wenn in jeder Zelle des Körpers und in der Seele eine Verbindung zu Mutter Erde da ist, erfahren wir ein tiefes Getragen Sein und ein inneres Ankommen auf der Erde, das uns Sicherheit und Geborgenheit schenkt.

Eine gute Erdung ist das allerbeste Heilmittel gegen Ängste. Manche Ängste können unser Feld nur bestimmen oder beeinflussen, weil wir zu wenig geerdet sind.

 

Wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf die eigene Atmung lenken, erschaffen wir damit eine Brücke, die es uns ermöglicht, uns besser mit der Erde zu verbinden. Indem wir fühlen wie wir mit jedem Atemzug loslassen und nach unten in unseren Körper und Richtung Erde sinken, können wir auf sanfte Weise das nötige Vertrauen aufbauen, um uns von der Erde tragen zu lassen. Tiefes, entspanntes Atmen trägt zu einer guten Erdung bei.

 

In der heutigen Zeit neigen wir dazu, uns mit den Kopfkräften zu identifizieren und manches an unserer Lebensweise „zieht uns aus uns heraus“. So kommen wir nicht umhin, uns um eine innere Verankerung zu bemühen.

 

Schon Kinder und Jugendliche sind heute herausgefordert mit „hüllenlosen“ Umständen umzugehen; durch schwierige Familien- oder Schulsituationen bekommen sie zu wenig Boden. Die Möglichkeit, sich in der Kindheit und Jugend gesund zu verankern, ist für viele nicht gegeben.

Wir sollten bei unseren Kindern sehr achtsam sein bezüglich ihres Inkarnationsprozesses und ihnen helfen, ihre Seelenwurzeln mit der Erde in Verbindung zu bringen.

 

Manche von uns haben Angst sich innerlich vollständig Mutter Erde zu übergeben und vertrauensvoll loszulassen. Auch sind einzelne Anteile unserer Seele noch nicht auf der Erde angekommen. Sie warten noch darauf in unser Leben hinein geboren zu werden und das Licht des Erdentages zu erblicken.

 

Eine kleine Visualisierung

Stelle dir vor du gehst spazieren und entdeckst einen kleinen Höhleneingang, der ins Innere der Erde führt. Vertrauensvoll schlüpfst du hinein und begibst dich nach unten.

Du siehst Zwerge, die eifrig tätig sind. Manche kommen dir entgegen und bleiben staunend vor dir stehen. Du siehst das Wurzelwerk der Bäume und Pflanzen und wundervolle Steinformationen und Kristalle.

Plötzlich stehst du vor einer Wand und nimmst erstaunt wahr, dass dein Gesicht gross und deutlich auf der Wand gezeichnet ist. Du bist berührt. Du warst nicht darauf gefasst in der Tiefe der Erde auf dich selbst zu stossen.

 

Wie geht es uns, wenn wir uns vollständig mit der Erde versöhnt haben? Wie fühlen wir uns, wenn wir uns mit unserem Herzen den Erdkräften ohne Vorbehalte zuwenden? Wir werden uns kraftvoller, mutiger, getragener und geliebter fühlen. Denn die Erde hat Liebeskräfte, die sie jedem Wesen zur Verfügung stellt, das sich an ihren grossen Körper vertrauensvoll anlehnt.

Mit einer täglichen Erdungsübung unterstützen wir auf positiv Weise unsere psychische, geistige und körperliche Verfassung.

 

Wir sind nicht abgetrennt; jeder einzelne von uns ist Teil eines grossen Organismus. Wenn wir zurückfinden in die Wahrnehmung, dass uns „die Ganzheit“ trägt, fliessen uns neue Energien zu.

Das Bewusstsein der Trennung, der Vereinzelung und der Selbstbezogenheit feiert heute Hochkonjunktur. Ich, ich, ich! Auf-das-eigene-Ich-bezogen-sein ist eine wesentliche Grundlage für vieles, was wir tun und erleben.

Doch wir alle sind getragen durch die gleichen Kräfte der Natur und der dahinter wirkenden Liebeskräfte. Und wir vermögen in jedem Moment die zwischenmenschliche Trennung zu überbrücken, indem wir den anderen Menschen umarmen und lieben.

 

Das Bewusstsein eines grossen Ganzen, von dem wir ein Teil sind, will wieder erfahren werden, ohne dass wir das Bewusstsein für unsere Individualität verlieren.

Wir benötigen die Unterscheidung zwischen Ich und Du, zwischen Ich und der Welt genauso wie wir das Bewusstsein brauchen, Teil eines grossen Ganzen und mit allem verbunden zu sein.

Verharren wir in der Abkapselung verkümmern wir, verbinden wir uns mit dem grossen Ganzen, werden wir genährt durch die kosmischen Energien und durch die Liebe, die alles durchdringt.

Verbinden wir uns mit Mutter Erde im Bewusstsein, Teil ihres Wesens zu sein, gewinnen wir Grösse, Raum, Fülle und Kraft und es eröffnen sich uns viele Gelegenheiten, schöpferisch tätig zu sein und unser vorgeburtlich mitgebrachtes Anliegen zu verwirklichen.

 

Wenn wir uns erlauben, uns als Kind der grossen Mutter zu fühlen, werden wir in ein neues Urvertrauen hinein geboren.

Urvertrauen ist das grösste Geschenk, das uns durch die tiefe Verbundenheit mit Mutter Erde geschenkt wird.

 

Eine regelmässige Erdung und das daraus resultierende Urvertrauen machen uns stark, unabhängig und autonom. „Ich stehe auf meinen eigenen Füssen, die Erde stärkt mich. Ich bin kein Fähnchen im Wind, das sich bei jedem Windstoss in Frage stellt. Nein, ich stehe zu mir und zu meinem Standpunkt! Ich nehme meinen Platz in der Welt ein und lebe und wirke zum Wohle des grossen Ganzen.“

 

Lassen wir uns mit dem sanften Atem in uns hineinsinken! Finden wir den Ort in unserem Innern, an dem wir ganz tief loslassen und uns vertrauensvoll mit dem Herzzentrum von Mutter Erde verbinden. Empfangen wir die liebevolle Energie von Mutter Erde, tanken wir Kraft und schöpfen neue Hoffnung!

 

Wenn ich mich mit der aktuellen geistigen Essenz von Mutter Erde verbinde, nehme ich eine wunderbare Energie wahr: ruhig, warm, liebevoll, nährend und tragend. Während ich diesen freien Fluss von Liebesenergie wahrnehme, erfahre ich unmittelbar eine Herzöffnung.

 

Machen wir uns jetzt für diese Energie von Mutter Erde empfänglich und empfangen die Güte und Wärme, die Mutter Erde uns schenkt! Auch die Erde ist in einem Umwandlungsprozess, auch sie macht Schritte. Wir dürfen davon profitieren und uns von ihr helfen lassen.

 

Bei der Arbeit in meiner Praxis erlebe ich täglich wieviel Potential nicht gelebt werden kann oder nicht gelebt wird, weil die lichtvolle Seelenessenz des Menschen zu wenig einfliesst in sein Leben. Häufig hat dies unter anderem mit einer mangelnden inneren Anbindung an die Erdkräfte zu tun.

 

Unterschiedlichste Blockaden können die Präsenz unserer vollständigen Seelenessenz im Körper verhindern. Durch das Kennenlernen der eigenen Abwehr-Muster, die uns im Grunde nur vor erneuten Verletzungen schützen möchten, können wir erste Schritte zur tiefgreifenden Versöhnung mit der Erde machen und den Seelenfluss befreien.

 

Aus einer verstärkten Erdanbindung gewinnen wir mehr Kraft und Zuversicht. Wir erfahren inneren Halt und innere Sicherheit, um unsere Projekte auf der Erde zu manifestieren. Jedes Projekt will geerdet sein, erst dann kann es sich mit seinem vollen Potenzial entfalten und manifesteren. Achten wir auf unsere Erdung und erden wir unsere Herzensprojekte!

14 Minunten

Im Januar 2017 beginnt das Seminar "Inneres Kind" in Aarau.